Bienenfreundlicher Garten: Tipps für Kleingärtner

Manch einem mag es bereits aufgefallen sein, dass es im Garten weniger summt und brummt. Das Gefühl täuscht nicht, zahlreiche Untersuchungen deuten auf einen Insektenrückgang hin. Vor allem Bienen haben es heutzutage schwer gute Nahrungsquellen und Nistplätze zu finden. Doch es gibt einfache Maßnahmen, die jeden Kleingarten zum Bienenparadies machen.

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Eine ernste Angelegenheit: Das Insektensterben

Bienen, Falter, Schwebefliegen - ihre Bestände nehmen aufgrund intensiver Landwirtschaft und eintönigen Rasenflächen in Gärten ab. Dadurch kommt es zu Engpässen in der Blütenbestäubung und auch die Nahrungsgrundlage für Fledermäuse und Vögel schwindet. Besonders gebeutelt sind Bienen - gleich mehrere Faktoren belasten die Population. Jetzt - von Juli bis in den September hinein - findet die Bruterneuerung der Bienenvölker statt. Um die Jungbienen auf den Winter vorzubereiten, sammeln die Arbeiterinnen fleißig Nektar und Pollen. Sie freuen sich, wenn es auch in Ihrem Garten blüht.

Tipps, um den Garten attraktiver für Bienen zu gestalten

Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere fliegende Blütenbesucher lieben Flächen, die sich mit den Jahreszeiten verändern. Auch für uns Menschen hat ein lebendiger Garten, in dem es immer Neues zu entdecken gibt, einen größeren Erholungswert als bloßer Rasen. Für Groß und Klein ist es spannend über einen Garten zu blicken, der unterschiedliche Zonen, große und kleine Pflanzen, Schlupfwinkel und Rückzugsorte bietet.
So wird der Garten zur Oase für Bienen und Co.:

Bestandsanalyse durchführen!
Welche bienenfreundlichen Blumen und Gehölze sind bereits vorhanden? Wo erlauben Platzbedarf und Lichtverhältnisse neue Pflanzen?
Bepflanzung planen! Verzichten Sie auf züchterisch veränderte Sorten und gefüllte Blüten, sie bieten Bienen keinerlei Nutzen. Greifen Sie zu nektar- und pollenreichen Pflanzen - es gibt für jeden Standort eine große Auswahl! Auch die verschiedenen Blühzeiten sollten berücksichtigt werden, Bienen suchen zwischen März und Oktober nach Futter. Ideal ist es Pflanzen zu wählen, die den Insekten die ganze Saison über abwechslungsreiche Nahrung bieten.

Unterschlupfmöglichkeiten schaffen!
Wenn Ihr Garten es erlaubt, sind Felssteine und Totholzstapel ideale Nistplätze, die Bienen Schutz vor Frost und Regen bieten. Gartenwege sollten aus Platten oder Kies bestehen, damit Insekten ihren Nachwuchs in den Fugen aufziehen können. Wo diese Lösungen nicht greifen, helfen Nisthilfen und Insektenhotels.

Ein bisschen Wildnis dulden!
Wird der Rasen seltener gemäht, kommen Gänseblümchen, Klee und andere wilde Pflanzen zur Blüte und bieten Bienen Nahrung. Auch der Verzicht auf künstliche Pflanzenschutzmittel wie Herbizide und Insektizide hilft. Keine Sorge, ein Mix aus kultivierten Ecken und etwas Wildwuchs genügt.

Gutes tun macht glücklich
Schon ein altes deutsches Sprichwort besagt: "Guter Wille und gute Tat sind die Eltern des Glücks". Das Bewusstsein den Bienen gezielt ein Stückchen mehr Lebensraum geschaffen zu haben, macht einfach froh. Und der Garten soll ja Freude bringen.




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